Montag, 04. November 2019

Federkiel, ABC und Fräulein Lehrerin

Buntes Programm lockt am letzten Feriensonntag hunderte Besucher ins Schulmuseum Friedrichshafen
Eine als Lehrerin verkleidete Frau führt im Schulmuseums.
Großer Andrang herrschte im Schulmuseum bei der Kostümführung mit Fräulein Lehrerin.

Beim traditionellen Nachmittag der offenen Tür zum Abschluss der Herbstferien drängten sich  am Sonntag Jung und Alt im Schulmuseum Friedrichshafen. Erfreulich viele Kinder waren zu Gast und blieben mit ihren Eltern gleich den ganzen Nachmittag zu besonderen Führungen, Lesungen und in den Kreativwerkstätten im Haus.

Starkes Interesse weckte die neue Führung „Schreiben will gelernt sein!“ für Vorschulkinder.  In der aktuellen Sonderausstellung „#schreiben“ tastete sich Kuratorin Bettina Kießling mit einer beeindruckenden Kinderschar an Buchstaben und alte Schriften wie auch Schreibgeräte heran.

Und ganz neu im Programm die Kostümführung mit „Fräulein Lehrerin“ Margret Zinser: Sie nahm Kinder und Erwachsene mit in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts, da Lehrerinnen noch nicht verheiratet sein durften und Ordnung und Disziplin oberste Tugenden waren.

Volontär Pascal Koths war den ganzen Nachmittag mit seinem Workshop „Mit Brief und Siegel“ stark belegt: Federkiel, Tinte und Siegelwachs waren hier die meistgefragten Utensilien. Bürgermeister Dieter Stauber las in der Dorfschule aus einem Abenteuerroman vor.

Im Schulmuseums-Café bewirtete der Freundeskreis Schulmuseum mit Kaffee und Kuchen und bot Stärkungen zwischen all den Angeboten an. Mit dem Schulfilm „Der ganz große Traum“ ging der Nachmittag der offenen Tür stilvoll im Kaiserreich-Klassenzimmer zuende.