Mittwoch, 17. Oktober 2018

Mit Matrosenkragen zu Gast bei Wilhelm II.

Mit Matrosenkragen und Faltenröcken kamen am Dienstag Schülerinnen aus Kahoku, der japanischen Partnerstadt von Messkirch, ins Schulmuseum Friedrichshafen.
Japanische Kinder sitzen im Schulmuseum auf Schulbänken
Die japanischen Schülerinnen und Schüler nahmen Platz zum Gruppenfoto

Die japanischen Mittelschülerinnen und Mittelschüler der 8. und 9. Klassen nahmen zum stilechten Gruppenfoto Platz im Klassenzimmer 1900, von oben beobachtet von Wilhelm II. und seiner Gattin Auguste Viktoria. Vielleicht, so mutmaßte ihr Lehrer Yamamoto Keiichi, hat über die rasante Entwicklung Japans vom Agrar- und Feudalstaat zu einem modernen bürgerlichen Staat ab 1868 der Einfluss Europas und vor allem des europäischen Bildungssystems hier einen noch heute sichtbaren Niederschlag in den Schuluniformen gefunden. Denn mit der Gründung des Deutschen Reiches 1870 und der Flottenbegeisterung des Kaisers kam unter deutschen Jungen der Matrosenanzug groß in Mode. Und Japan orientierte sich auf dem Weg in die Moderne in vielen Bereichen am Westen.