Dienstag, 28. Februar 2017

Frühe Begegnungen mit Krieg und Tod

Sechs Schüler der Graf-Zeppelin-Oberschule, dem heutigen Graf-Zeppelin-Gymnasium, starben am 3. August 1944 bei einem Luftangriff in Schnetzenhausen. Heute erinnert die kleine Kapelle am Windhager Weg an dieses Ereignis, dem weitere 17 jugendliche Luftwaffenhelfer zum Opfer fielen.
Die Klasse 9d des GZG ließ sich von Dr. Hartmut Semmler, Mitarbeiter im Stadtarchiv, im Schulmuseum NS-Ideologie und Führerkult erläutern.
Die Klasse 9d des GZG ließ sich von Dr. Hartmut Semmler, Mitarbeiter im Stadtarchiv, im Schulmuseum NS-Ideologie und Führerkult erläutern.

Keines der Opfer war wesentlich älter als die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9d im Graf-Zeppelin-Gymnasium, die sich derzeit im Geschichtsunterricht mit ihrer Lehrerin Maria Anna Mohr mit dem Thema beschäftigen. In einer Kooperation mit dem Stadtarchiv Friedrichshafen und dem Schulmuseum haben die forschenden Jugendlichen die Chance, sich auch der emotionalen Seite dieser Grenzsituationen  anzunähern – zum Beispiel über Interviews mit Augenzeugen, die sie heute noch treffen können.

Im Stadtarchiv liegen aber auch Briefe und Aufzeichnungen der Jugendlichen von damals, in denen sie ihre Eindrücke, Ängste, Hoffnungen formulieren. Quellen für eine Geschichtsschreibung, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt.

Das Ziel dieses Projektes wird eine Präsentation vor den Sommerferien in Kooperation mit dem Schulmuseum sein. Wie diese konkret aussehen wird, ergibt sich im Laufe der Arbeit mit den Quellen und Zeugen.