Mittwoch, 21. Juli 2021

Pinsel und Tusche im Museumsgarten

Mit der chinesischen Kalligrafin Linlin Zhao machten im Rahmen des Kultursommers im Museumsgarten Freundinnen und Freunde des schönen Schreibens einen Ausflug nach Fernost. Mit Pinsel und Tusche erlebten sie unter freiem Himmel auch den meditativen Charakter der chinesischen Schreibkunst.
Junge Frau zeichnet chinesische Schrift auf rotes Blatt
Konzentration und Übung gehören zur chinesischen Kalligraphie dazu (Foto: Schulmuseum FN).

Den Pinsel richtig zu halten stellte die erste Herausfoderung dar. Linlin Zhao ging von Teilnehmerin zu Teilnehmerin und prüfte die richtige Haltung. Senkrecht müsse der Pinsel auf dem Blatt stehen, erklärte sie. Auf speziellen Übungsunterlagen, auf die man mit Wasser zeichnet, ließ sie "einfache" Striche malen. Und schon hier wurde deutlich, dass es eben der einfache Strich nicht tut, dass der erste Ansatz mit Druck beginnt und über vier oder fünf Schritte zum leichten Rückwärtsabstrich führt.

Konzentriert machten die Teilnehmenden mit und wagten sich schließlich an die Tinte. Das Zeichen für "immer", auch das für Glück, Freundschaft oder einfach nur Hund wuchsen auf den Papieren aus einzelnen Tintestrichen. Ein faszinierendes Spiel zwischen Hand, Pinsel, Tinte und Blatt.

Linlin Zhao führte selbst ihr kalligraphisches Können am Flipchart vor und korrigierte und übte geduldig mit den Gästen im Museumsgarten. Unter den Apfelbäumen herrschte eine sommerliche Workshop-Atmosphäre, die alle genossen haben.

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