Aktuelle Sonderausstellung

In unseren jährlichen Sonderausstellungen beleuchten wir besondere Aspekte des Schullebens, aber auch der Erziehung, Kindheit und Jugend.
Mädchen tippt auf alter Schreibmaschine in Ausstellungsraum

#schreiben – Tinte oder Tablet?

Füller, Füllfederhalten, Feder, Bleistift überkreuzt als Hashtag

Der Aufsatz in Deutsch, das Zettelchen unter der Schulbank, das geheime Tagebuch, die Notiz am Kühlschrank – es gibt viele Gelegenheiten, für die wir auch heute trotz Smartphone und Tablet noch zu Stift und Papier greifen. Die Sonderausstellung #schreiben – Tinte oder Tablet? nimmt das Schreibenlernen und die Schreibkultur in Geschichte und Gegenwart in den Blick und fragt danach, was sich mit dem digitalen Wandel für uns ändert. An vielen Mitmachstationen können Besucher ihre Lust aufs Schreiben neu wecken.

Programm zur Ausstellung

Parallel zur Ausstellung finden verschiedene Workshops, Vorträge und Führungen statt, in denen die Besucher und Besucherinnen noch mehr über Schrift und Schreiben erfahren.

Alle Termine und Veranstaltugen zu #schreiben – Tinte oder Tablet?

Gesamtprogramm zum Download

 

Bleistift, Papier und Bücher sind das Schießpulver des Geistes.
Neil Postman

Begleitprogramm für Schulen & Kindergärten

Schreiben als elementare Kulturtechnik stellt ein zentrales Moment in der Schule dar. Spielend, künstlerisch oder gestaltend können die SchülerInnen in den Angeboten des umfangreichen Begleitprogramms zur aktuellen Sonderausstellung #schreiben – Tinte oder Tablet? für Kindergärten und Schulen tätig werden. Das Begleitprogramm bezieht sich auf die Fächer: Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte, Sachkundeunterricht, Erdkunde, Gemeinschaftskunde, Kunst.

Anmeldung

Museumspädagogische Abteilung
OStR‘in Johanna-Ulrike Buchsteiner

Tel. +49 7541 203-55607

Kasse und Führungstermine

Schreiben als elementare Kulturtechnik stellt ein zentrales Moment in der Schule dar. An Objekten wie Wachstafel, an Texten in Kurrent- oder Sütterlinschrift arbeiten die SchülerInnen die wichtigsten Merkmale des historischen Schreiben- und Lesenlernens heraus. Vergleichen wir das mit dem heutigen Schulalltag, so hat sich viel getan. Dies erfährt Ihre Klasse unter anderem, wenn sie statt auf dem Tablet auf einer Schiefertafel schreibt.

Dauer: 30 bis 60 Minuten

Dies erfährt Ihre Klasse unter anderem, wenn sie statt auf dem Tablet auf einer Schiefertafel schreibt, den Gänsekiel ausprobiert oder  sich auf der Tastatur einer mechanischen Schreibmaschine versucht. Bei einem Gang durch die Sonderausstellung #schreiben – Tinte oder Tablet?  vollziehen die Schülerinnen und Schüler die zentralen medialen Veränderungen vergangener Jahrhunderte nach.

Dauer: 30 bis 60 Minuten

Die Kinder erfahren Buchstaben durch ihre Form. Dies geschieht aktiv, indem wir sie mit unserem Körper darstellen oder mit unseren Händen formen und kneten. Wir wagen uns zudem an erste Schreibversuche auf ungewöhnlichem Material. Form und Gestalt der Buchstaben erfahren die Kinder am eigenen Leib und erleben so den Schriftspracherwerb ganzheitlich. Eine aktivierende Veranstaltung, die Lust auf das Schreiben und Darstellen macht. Deshalb ist sie nicht nur für Nichtschreiber, sondern auch für Schreibanfänger ein Motivationsschub.

Dauer: 20 bis 30 Minuten

Wo wohnt das O? Wie schmeckt wohl ein Q? Flattert ein F bei Gefahr einfach davon? Ein Gespür für die Qualität und Besonderheit der einzelnen Buchstaben wecken wir durch verschiedene Ansätze. So spielen wir und fühlen den Buchstaben nach, oder wir gestalten sie auf aus, aber auch das Singen und Vorlesen werden hier eingebaut. Die Kinder erfahren Buchstaben mit allen Sinnen und schärfen so spielerisch ihre Achtsamkeit für die Unterschiedlichkeiten von Konsonanten und Vokalen.

Dauer: 20 bis 30 Minuten

Wie schön ist das Gefühl, einen elegant gestalteten Brief in den Händen zu halten und zu lesen. Noch viel schöner ist es, wenn man selbst lernt, wie man Briefe verfasst und einem Freund oder der Mutter nicht nur inhaltlich etwas mitteilt, sondern durch dieses besondere Format seine Wertschätzung entgegenbringt. Dies erfahren wir, indem wir auf wertigem Papier den Regeln des Briefeschreibens folgend einen Brief Schritt für Schritt verfassen und ihn zudem siegeln.

Dauer: 30 bis 45 Minuten
 

Texte gestalten ist eine Kunst. Aus dem Mittelalter kennen wir kunstvoll gefertigte Schriften voller Farbe und Symbolik. In einem ersten Schritt entziffern wir gemeinsam einzelne Elemente und versuchen, sie in ihrem geschichtlichen und gesellschaftlichen Zusammenhang zu deuten. Mit diesem Wissen gelingt es uns im Anschluss, mithilfe von Anleitungen selbst eine Initiale nach unserem Geschmack für uns zu gestalten.

Dauer: 30 bis 45 Minuten

Heute kommunizieren die Schüler vor allem mit Tasten, Sprachnachrichten oder Swiftkey-Technologie. Wie erlebe ich heute das Material, die verschiedenen Schriften und das Geschriebene von 1850 oder 1900 oder gar aus dem Mittelalter? Wie fühlt es sich an, mit Feder und Tinte zu arbeiten? Nicht nur über das Geschriebene und den Schreiber erfahren wir Interessantes, sondern vor allem reflektieren wir unser heutiges Schreibverhalten und unsere Schreibgewohnheiten.

Dauer: 30 bis 60 Minuten

Schreiben mit unserem heutigen Alphabet, von links nach rechts, mit Stift oder Computer kennen wir nur allzu gut. Doch wenn wir über den Tellerrand blicken, was erkennen wir denn dann? Schriftzeichen, die ganze Sätze bilden? Schreiben als Kunst? Schreiben als Philosophie? Die Japanologin Nina Benzkirch (Workshop-Leiterin) entführt in diesem Kalligraphie-Workshop kindgemäß in die Welt der japanischen Schriftzeichen

Dauer: 30 bis 60 Minuten

Kritzeleien, Krakelschrift, Klaue oder auch Gekleckse, Gesudel und Gekritzel. Die individuelle Handschrift, wie sie als Kind gelernt wird, verändert sich im Laufe des Lebens. Teils werden wunderschöne, gleichförmige und leserliche Handschriften entwickelt, teils jedoch auch Schriftbilder, die nur schwer zu entziffern sind. Noch einmal neu dem Schreibenlernen und seiner innewohnenden Ästhetik begegnen, steht in diesem Workshop im Vordergrund. „Es schreibt keiner wie ein Gott, der nicht gelitten hat wie ein Hund“, das meinte auch schon Marie von Ebner-Eschenbach. Wir aber nutzen die Möglichkeit, hier nochmals zu üben, ohne zu leiden.

Dauer: 30 bis 45 Minuten

Schreiben und Dichtung in seiner visuellen Ausdrucksart heißt es in diesem Workshop zusammenzubringen. Schreiben als Akt, das Geschriebene als visuelle Kunst. Ausgehend von Klassikern der konkreten Poesie werden wir Streetart analysieren und die Elemente von konkreter Poesie erarbeiten. Im Anschluss daran werden die Schüler selbst aktiv und verfassen unter Anleitung eigene Kunstwerke.

Dauer: 45 Minuten

Kosten

  • für Kindergärten und Schulen aus Friedrichshafen ist das Angebot kostenfrei
  • für Gruppen von auswärts: für 90 Minuten 2 Euro pro Schüler, eine Begleitperson frei, weitere Begleitperson 3,50 Euro

Bildungsplanbezug für Baden-Württemberg im Fach Deutsch

  • Prozessbezogene Kompetenz: „Schreiben“
  • Inhaltsbezogene Kompetenz: Sek 1 „Texte verfassen/ Handschrift entwickeln“; Sek 2 „Texte und andere Medien“

Die Zeitangaben sind Empfehlungen und variieren je nachdem, ob ein eigenständiger Workshop oder ein Kombinationsformat mit einer Führung durch die Sonderausstellung oder Dauerausstellung gebucht wird. Gerne stellen wir uns auf Ihre Bedürfnisse ein und stimmen den Zeitrahmen individuell ab.

#schreiben in Bildern

#schreiben – Tinte oder Tablet? Foto: Anja Köhler
#schreiben – Tinte oder Tablet? Foto: Anja Köhler
#schreiben – Tinte oder Tablet? Foto: Anja Köhler
#schreiben – Tinte oder Tablet? Foto: Anja Köhler
#schreiben – Tinte oder Tablet? Foto: Anja Köhler
#schreiben – Tinte oder Tablet? Foto: Anja Köhler
#schreiben – Tinte oder Tablet? Foto: Anja Köhler
#schreiben – Tinte oder Tablet? Foto: Anja Köhler
#schreiben – Tinte oder Tablet? Foto: Anja Köhler
#schreiben – Tinte oder Tablet? Foto: Anja Köhler